Das Fantasyland - Bryce Canyon
eigentlich kein einziger Canyon, sondern eine Gruppe, die durch Erosion aus dem Sandstein entstanden sind. Die fragilen Wände, die schloßartigen Formen lassen das Gefühl aufkommen, in einem Fantasyland zu sein, das höchstens durch Meister dieses Genre literarisch zum Leben erweckt werden könne.
So unspektakulär die Anfahrt auch ist - mit Ausnahme eines kleinen Canyons, des Red Canyon, ist die Landschaft nicht sehr bemerkenswert - so überraschend ist der Ausblick: Die Ebene bricht buchstäblich über eine weite Fläche in die Canyons ab und bietet einen vorzüglichen Überblick über diese Fantasy-Strukturen. Neben der Form ist aber auch die Farbenvielfalt zu erwähnen: Durch die unterschiedlichen Gesteinshärten erscheinen die erodierten Strukturen in vielen Rot-, Braun-, Rosatönen bis hin zu Weiß. Klar, daß dieses Farbenspiel besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu besonders spektakulären Ergebnissen führt - auch ausgedrückt durch die beiden Beobachtungspunkte Sunset- und Sunrise-Point. Beide ein Muß, auch wenn dazu mal sehr früh aufgestanden werden, und auch eine zusätzlich Schicht Kleidung angezogen werden muß. Denn in der relativ großen Höhe sind die Nächte sehr kalt.
Zu erleben ist der Bryce aber erst durch Wandern. Der gesamte Park ist gut erschlossen und es existiert eine Vielzahl von mehr oder weniger langen Touren durch den Canyon. So ist es dringend zu empfehlen, mindestens eine Nacht in der Park-Lodge zu verbringen (unbedingt vorreservieren!) - eine kürzere Besuchsdauer wird der Schönheit des Bryce nicht gerecht.
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