Organisation und Durchführung
Die Camps werden auf den zahlreich
vorhandenen Sandbänken am Abend aufgebaut. Normalerweise werden 2-Mann-Zelte
mitgeschleppt, die in wenigen Minuten bezugsfertig und auch wieder abgebaut
sind. Jeder unserer Rastplätze hatte seinen eigenen individuellen Charme.
Da auf der ersten Hälfte der Strecke bereits hunderte von potentiellen
Campgrounds zur Verfügung stehen, ist dafür gesorgt, daß jede
Gruppe für sich allein bleibt, und auch jede Tour individuell ausfallen
wird.
Für Essen und Trinken ist gesorgt - man muß nicht unbedingt fischen,
auch wenn man ein Permit dazu vor Antritt kaufen kann (Info durch Veranstalter).
Es ist stets eine Gruppe von Rafts unterwegs; in unserem Fall waren wir 4
Rafts mit je 4 Passagieren und einem Guide, zuzüglich einem Versorgungsraft
mit 2 Besatzungsgmitgliedern.
Bucht man den ersten Teil, dann wird das Gepäck von der Phantom Ranch
auf das South Rim transportiert - man muß es also nicht mitschleppen.
Achtung: Gewichtslimit! Es gibt zwar die Möglichkeit, per Aufpreis auch
mehr transportieren zu lassen, aber das wird bis zum Ausstieg nirgendwo garantiert
- und ist ja auch von den Mulis abhängig, die das Gepäck hinaustransporiteren
'dürfen'.
Elektrizität, Funk, etc: Fehlanzeige - gibt es nicht. Auch nicht im Notfall.
Der Canyon ist so tief, daß ihn Funkwellen nur nahezu senkrecht verlassen
können. Da aber immer wieder Flugzeuge oder Helikopter den Canyon überqueren,
kann davon ausgegangen werden, daß im Notfall auch Hilfe herbeigerufen
werden kann, wenngleich das auch Stunden dauern kann.
Foto, Video: Jedes Raft hat für jeden Passagier eine kleine wasserdichte
Box, in die ein Fotoapparat paßt (notfalls auch schon mal eine Spiegelreflex
mit Zoom). Trotzdem würde ich empfehlen, ein wassergeschütztes Gehäuse
sowohl für Video als auch für den Fotoapparat mitzunehmen, oder
für die Fotos in den Rapids eine kleine, wasserdichte Kamera (ab DM 300)
anzuschaffen. Man unternimmt die Tour ja nicht jeden Tag, und die direkten
Erinnerungen an die wirklich 'exciting moments' sollten nicht an dieser Anschaffung
scheitern. Wichtig: viele, viele Akkus - oder ein solar betriebenes Ladegerät
basteln (ich kenne keines, das man kaufen kann).
Sicherheit: Die Tour ist - verglichen mit der Schwierigkeit der Rapids - recht
sicher. Grundlage dafür ist auch das Können der Guides. Unser am
wenigsten erfahrener Guide hatte immerhin schon mehr als 40 Grand Canyon Touren
hinter sich. Laut Erfahrungswert gibt es bei unter 5% der Touren mal ein Problem
- oft aber durch 'normale' Krankheiten ausgelöst. Zur Behandlung kleinerer
Blessuren ist natürlich vorgesorgt.
Ausstieg: es sind 1800 Höhenmeter zu gehen, teilweise in Gelände
ohne Schatten und in großer Hitze. Es wird überall darauf hingewiesen,
genügend Wasser mitzunehmen. Bei frühzeitigem Aufbruch ist die Hitze
jedoch nicht das große Problem; trainiert kann man die Tour gut in 4
Stunden gehen.
