Etsch Radweg

Charakteristik

Wenn der Anstieg zwischen Landeck und Reschenpaß - ist sowieso nicht radgeeignet - durch den Bus entschärft wird, gibt es kaum richtig anstrengende Stellen, Steigungen oder Schwierigkeiten. Einziger etwas steilerer Teil kommt direkt nach dem Reschensee, ist aber auch relativ problemlos zu befahren. Lediglich an einigen wenigen Stellen läßt die Beschilderung etwas zu wünschen übrig; aber mit etwas ‚Fingerspitzengefühl' ist das auch kein Problem. Ausnahme: Ausfahrt aus Bozen. Hier ist nach wie vor eine Riesenbaustelle zu durchqueren, und wenn man sich da verfährt, ist man schnell auf der Autobahn. Am besten fährt man einfach den einheimischen Radlern - die in Massen unterwegs sind - hinterher.

Landschaft

Großartige Landschaft bis kurz vor Verona. Die Tour führt zwar durch allgemein bekannte Gebiete - wer fährt nicht beliebig oft die Brenner-Autobahn zwischen Bozen und Trient oder weiter nach Verona. Trotzdem ist das Erlebnis wirklich überzeugend, weil man einfach die Landschaft wirklich mal genießen kann und auch die vielen netten Orte neben der Autobahn mal besucht.

Übernachtungen

Meist kein großes Problem. Wir sind die Tour während der Hochsaison gefahren und waren nur in Schlanders und vor Verona vor Probleme gestellt. Nicht empfehlenswert ist Rovereto im Sommer, da hier nur wenige Hotels geöffnet haben. Besser einen kleineren Ort außerhalb anfahren. Während der letzten 40km vor Verona gibt es so gut wie keine Übernachtungsmöglichkeit in Orten, die durchfahren werden. Also entweder direkt bis Verona weiterfahren oder einen Abstecher an den Gardasee einlegen.

Sehenswerte Orte

Die kleinen Orte ganz am Anfang der Tour versprühen einen unglaublichen Charme. Da wäre jeder einen Abstecher wert. Natürlich sollte Meran besucht werden (sofern es nicht regnet, wie bei uns); eine Pause in der Laubengasse ist richtig erholsam. Bozen kann vom Radweg her fast ausgelassen werden - was wirklich schade wäre, denn die Altstadt ist sehenswert. Orte, die man neben der Brenner-Autobahn wohl sonst nie besucht, sind Neumarkt (Egna), Trient (Trento) oder Ala. Neumarkt hat die wohl originalste und hübscheste Laubengasse und ist touristisch absolut unverseucht. Auch Trient mit seiner Altstadt und dem Domplatz lädt zur Rast ein. Ala ist sonst nur durch die Autobahnausfahrt bekannt - aber eine äußerst charmante, schon richtig italienische Kleinstadt. Neben diesen etwas größeren Orten laden viele andere Dörfer noch zu Pausen ein. Und dann gibt's natürlich noch Verona, das nicht nur wegen seiner Arena sondern vor allem wegen der wunderschönen Architektur ein absolutes Muß ist. Ganz besonders zu empfehlen an lauen Sommerabenden.