Menschen im Jemen

Wir haben trotz vieler Erfahrungen bei individuellen Reisen kaum ein Land kennengelernt, in dem die gesamte Bevölkerung so unglaublich freundlich ist. Manchmal geht das im Verlauf einer Reise sogar zu weit - man will eigentlich auch mal Ruhe haben, und nicht jeden Menschen grüßen oder fotografieren müssen. Oder immer wieder versichern, wie schön doch der Jemen ist.

Man sollte sich grundsätzlich nicht vom teilweise wirklich maritalischen Aussehen der Menschen schrecken lassen - die Kalaschnikoff gehört einfach außerhalb der großen Städte, und da vor allem im Norden des Landes, zur Kleidung, wie auch die Jambija, der traditionelle Krummdolch. Nach den ersten Kontakten verliert sich auch die Scheu, mit den Menschen zu kommunizieren.

Diese positive Attitüde Fremden gegenüber hat sich nahezu überall erhalten - ein Relikt, das auch durch den bisher nur spärlichen Tourismus nicht gelitten hat.

Nur äußerst selten kommen die ersten Anzeichen von negativem Tourismus zum Vorschein, wenn etwa aggressiv gebettelt wird. Das ist uns aber während der gesamten Tour nur ein einziges Mal passiert. Natürlich wird man auch mal um ein Bakshish angegangen, oder von Kindern um Kugelschreiber, Bonbons oder Rials - aber das hält sich alles in engen Grenzen und ist nie eine echte Belästigung wie in vielen anderen Ländern.