Aktion Jemenhilfe - Die Konradin Schule half

Aus der Augsburger / Friedberger Allgemeinen vom 5.1.2004

Geben ist geil: Hilfe für Jemen-Projekt

Konradin-Realschule spendet 2000 Euro

Friedberg (oh).

„Geben, nicht Geiz ist geil“, mit diesem abgewandelten Werbeslogan wurden die Schülerinnen und Schüler der Konradin-Realschule Friedberg in der Vorweihnachtszeit noch vor der Erdbebenkatastrophe im Iran ermuntert, Geld für ein humanitäres Projekt im leidenden Land Jemen zu spenden.

Die Idee entstand im Ethikunterricht bei Ursula Paßreiter, die ihre Schüler für eine wohltätige Aufgabe, die ihr selbst sehr am Herzen liegt, gewinnen wollte. Aus dem Anliegen wurde ein erfolgreiches Projekt. Ganze Klassen beteiligten sich und erzielten aus mehrtägigen Pausenverkaufsaktionen mit „Plätzchen, snacks and more“ und einem Flohmarkt die beachtliche Summe von über 2000 Euro, die über den Förderverein Aktion Jemenhilfe Aichach direkt den Bewohnern des Bergdorfes Al Mihlaf zugute kommt. Dort im Land mit der zweithöchsten Kindersterblichkeitsrate und mit 20000 Straßenkindern betreibt ein Dorfentwicklungs- und Krankenhausförderverein unter großen Mühen mit der Unterstützung durch den Social Fund for Development in Sanaa sowie mit hiesiger Hilfe seit dem Jahr 2000 ein Krankenhaus, um das größte Elend am Ort zu lindern.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Aenne Rappel, schilderte im Rahmen zweier Diavorträge an der Realschule, wie sie als Touristin im Jemen mit der dortigen Not konfrontiert wurde und sich nach einer Begegnung mit den Dorfältesten von Al Mihlaf schließlich entschloss, die Hilfe zur Selbsthilfe zu wagen, „weil so viele, vor allem auch junge Frauen, sterben.“

Ausstattung für Krankenhaus

Mit der Geldspende kann Aenne Rappel, die sich im Januar wieder im Jemen aufhält, dringend benötigte Ausstattung für das Krankenhaus beschaffen und dem Personal unter die Arme greifen. Wieder wird sie ein dankbares „all hamdu l´ illah“ hören, ein „Gott sei Dank“, das diesmal auch den Friedbergern Realschülern gilt.

05.01.2004