Intro

Rom

Da waren wir mal wieder - mit etwas mehr Zeit, als das erste Mal, als wir nur einige Stunden im Vatikan verbringen konnten. Grundsätzlich hatten wir uns nicht allzu viel feste Ziele vorgenommen - denn allein schon die Führer erschlagen den Reisenden mit Daten, Fakten und absolut Sehenswertem.

Was es dann auch ist. Rom ist eine einmalige Stadt, mit einem unvergleichlichem Flair, das nicht nur durch die vielen Sehenswürdigkeiten geprägt ist, sondern das Leben in der Stadt, die vielen kleinen Geschäfte, Bars, die alle zu einer kurzen Stippvisite einladen. Und trotz meiner etwas atypischen Einstellung den ‚normalen must sees' gegenüber bleibt einfach viel zu viel für einige Tage, auch bei den wirklichen Kunstwerken und Sehenswürdigkeiten.

Etwas schwierig ist es, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu irgendeinem Ziel zu kommen, sofern das nicht gerade in der nähe einer U-Bahn Station liegt. Natürlich gibt es eine Menge von Bussen, nur haben wir kaum mal einen gefunden, der gerade in einem Stück zu unserem jeweiligen Ziel geführt hätte. Daneben gibt es noch 2 (i. W. zwei) U-Bahn Linien, die Linea A und B. Wir hatten das Glück, direkt in der Nähe einer U-Bahn Station zu wohnen, was unsere Mobilität stark positiv beeinflusst hat.

Thema Mobilität: Man bringe unbedingt ein frisches Paar Füße (nein, nicht Schuhe oder Socken - es sind wirklich Füße gemeint) mit, möglichst auch noch ein Paar zum Austausch. Denn die alten werden es nicht mehr als einen Tag machen. Rom ist nämlich eine Stadt der Fußwege. Da läuft man vom Colosseum über das Forum Romanum mal weiter zum Fontana di Trevi, von dort weiter, etc., und bevor man sich versieht, ist man einen Fußmarsch unterwegs, wie sonst an 4 Wochenenden im Frühling zusammen. Was dann auch die Füße zu einigen Bemerkungen veranlasst, und mich zu dem oben genannten Rat...

Aber ohne diese Wege zu Fuß ist eine Stadterkundung nicht sinnvoll - man sollte sich die Stadt ‚erlaufen'. Anders ist das Flair einfach nicht zu genießen, das eben nicht nur an den Reminiszenzen einer großen Vergangenheit hängt.

Meiner Meinung nach gibt es nicht wirklich viele Großstädte, die es an Leben und Schönheit mit Rom aufnehmen können.