tips - around cinque terre

 

tips für orte in der umgebung

genua

... hatten wir uns für einen Tag mit unsicherem Wetter vorgenommen. Ziemlich unvorbereitet.

Anfahrt von Monterosso im IC dauert ca. eine ¾ Stunde. Es gibt zwei Bahnhöfe – sie liegen in Geh-Entfernung voneinander. Wir sind am ersten ausgestiegen – laut Auskunft der Bessere, wenn man die Boutiquen besuchen möchte. Stimmt. Es gibt jede Menge Schuhgeschäfte, und Schuhgeschäfte, und Schuhgeschäfte ... so ca. hunderte (subjektive Schätzung) und Kleidungs-Boutiquen, was den Weg Richtung Hafen ziemlich behindert und die Durchschnittsgeschwindigkeit auf wenige m pro Minute sinken läßt.

Auffallend ist, daß wohl offenbar Christo die Stadt vor kurzem besucht hat: die gesamte Altstadt ist irgendwie in Planen gehüllt; restauriert wird alles, aber auch wirklich alles. Viele der Palazzi sind deshalb nicht zu besuchen (insbesondere der von uns ausgesuchte Palazzo Real), zeugen aber von einer prunkvollen Vergangenheit.

Es ist schon beeindruckend, was die Stadt bieten kann bzw. könnte oder wieder bieten wird, wenn die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen sind.

Nettes Erlebnis: Ein wunderschöner Aufgang entpuppte sich als Eingang zur Universität – oder einem Gebäude der Universität. Daneben war ein leerer Hörsaal – mit polierten Holzbänken, bemalter Decke, Stuck, Leuchtern, etc. – der Mathematikhörsaal ... in den wäre ich vielleicht auch öfter, jedoch aber sicher lieber gegangen, als in die der TU in München

Wir haben uns in Genua nicht viel vorgenommen, aber viel gesehen und sind ziemlich beeindruckt wieder zurück gefahren. Einen Tagesausflug ist die Stadt jedenfalls immer wert..

riva

Riva wird durch ein gigantisches Stahlwerk am Strand total verschandelt. Als wir das gesehen haben, wollten wir eigentlich nur durch den Ort durch und weiter Richtung Sestri Levanti wandern. Dann hat uns aber der einzige Regenschauer während des Urlaubs aufgehalten. Schließlich waren wir aber fasziniert, vor allem wegen der vielen hübsch bemalten Hausfassaden, von denen die meisten in exzellentem Zustand sind. Und – die Zeit ist offenbar angehalten worden: der Ort ist nicht nur gemütlich, sondern verschlafen: Da ist der Boccia-Club der alten Herren, die ihre Kugeln zwar gemächlich aber mit umso mehr Präzision schieben. Die Strandpromenade wird gerade mal von einigen Kindern bevölkert. Menschen sitzen auf den Bänken, plaudern – keine Eile irgendwo oder gar Hektik. Und sogar nach Schichtende des Stahlwerks – dann sind die Bars zwar mehr bevölkert, aber so richtig ‚italienisch‘ geht’s immer noch nicht zu. Und dann fanden wir noch einen Garten – ein Gesamtkunstwerk aus Abfall und Schrott. Unglaublich, aber so liebevoll zusammengetragen, daß er schon wieder schön ist.

sestri levanti

Sicher der am meisten ‚touristische‘ Ort, den wir in der Gegend besucht haben. Trotzdem besitzt er richtigen Charme, insbesondere durch die schmalen Gassen, die die kleine Halbinsel durchziehen.

Hübsch ist deren Spitze, mit der romanischen Kirche (die natürlich geschlossen ist) und dem sie umgebenden Park und dem Blick auf die bizarre Küste. Auch die engen Häuser auf dem Weg hinauf sind einfach typisch und nett. Leider haben wir den Rundweg um die Halbinsel nicht finden können, und es konnte uns auch niemand weiterhelfen.

Nettes am Rande:

·         Es gibt eine Eisdiele – die Gelateria K2 - in der das Eis nicht so lieblos wie normal verkauft wird. Stattdessen wird jedes Eis in der Waffel als Rose gestaltet – was besonders apart ist bei einer Mischung von verschiedenen Eissorten. Unbedingt hingehen, testen, genießen! Die Mädels freuen sich auch über ein Foto mit ihren Kunstwerken.

·         Dann war da noch die Boutique, die nette / schöne / besonders schöne Stücke im Schaufenster hat. Und keine Preise auszeichnet. Bis man dann nach der Herausgabe der Kreditkarte schier in Ohnmacht fällt, welcher Preis im kleinen, handgeschriebenen Büchlein der Inhaberin geschrieben steht...