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Kaum sind wir also
eine halbe Ewigkeit gewandert, die Dünen richtig hoch geworden,
der Strand Richtung Playa del Ingles gekrümmt, beschließen
auch wir, uns einen Ruheplatz zu suchen. Nicht auf einem Liegestuhlparkplatz,
sondern in den Dünen, noch mit Meerblick. Kaum stapft man da so
einige 100m vom Strand weg schon ist man mit sich (fast) allein.
Es kommen nur ab und an irgendwelche verirrten Wanderer vorbei, die
entweder wirklich in den Dünen spazieren gehen wollen, oder auf
dem Weg zurück ins Hotel sind. Ansonsten kein Mensch weit
und breit. Was die Auswahl der richtigen Düne wirklich sattsam
erschwert: die eine ist zu flach, die andere zu steil, die dritte liegt
direkt im Wind, die vierte hat nicht genügend frischen Wind und
die fünfte halt irgendwas, was auch das Niederlassen erschwert.
Nach reiflicher Überlegung gelingt es uns aber doch, den Entscheidungsprozeß
zu beenden. Die Schuhe werden oben am Dünenkamm geparkt
ein illustres Bild, die Bergschuhe auf einem Sahara-like Sandberg
die Rucksäcke bei uns (dienen auch als Kopfstützen) und wir
auf dem Sand, resp. den Badetüchern auf dem Sand.
Meerblick haben
wir immer noch auf ein blaues, im Gegenlicht gleißendes
Meer. Und unsere Ruhe. Und einen wunderbaren Blick auf das Inselinnere,
mit den Bergen (irgendwo muß auch der Roque Nublo zu sehen sein),
hinter dem Rio Palace, dem architekturell beeindruckendsten Hotel der
Insel. Genügend Objekte zum Fotografieren sind also vorhanden;
besonders die nach dem gestrigen Sturm noch fast jungfräulichen
Dünen sind traumhaft.
Nach anfänglichem
Zögern passen auch wir uns der hier herrschenden Kleiderordnung
an; trotz besserem Wissen ist mein Ganzkörper-Sonnenbrand nicht
einkalkuliert. Der leichte Wind und die damit als nicht allzu hoch empfundenen
Temperaturen sind verführerisch.
Leider ist irgendwann
aber auch diese Idylle zu Ende. Der Rückweg steht an eine
weitere Strandwanderung. Unser Auto steht immer noch da, aber mittlerweile
von seinem Zwilling im Stich gelassen. Und ohne Nachricht na
gut, sind halt doch blind, die andern.
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