Gran Canaria - Anfahrt

Also – wir haben zugeschlagen und Conny’s Weihnachtsferien um 2 Tage verlängert (dank zuvor geleisteter Überstunden) und sind ab Richtung Las Palmas und weiter nach San Agustin gedüst. Vor die Sonne hat man aber noch das Aufstehen gelegt; wegen des frühen Abflugs, der Charterei und Anfahrt also schon um kurz nach 300 (und das nach einem langen Tennisabend – eigentlich hätte ich gleich durchfahren können). Einige Espressi helfen beim Aufwachen, aber nicht dem Airport; der ist noch ziemlich verschlafen.

Einchecken geht fix – trotz Charter – die Kontrollen sind schnell passiert und dann geht’s auf zur Suche der LH Lounge, die laut Aussage des Flughafenpersonals ab 530 geöffnet haben sollte. Sollte. Ist aber nicht, bzw. auch wenn sie’s wäre, wäre sie nicht zugänglich. Zumindest von dem Terminal aus, an dem wir sind. Also – im Terminal häuslich niedergelassen und auf den Abflug gewartet.

Dann für mich mal ein richtiges Novum: Flug mit einem Touristenbomber. Seit Jahrzehnten nicht mehr in einem derartigen Gefährt gewesen, ist das schon ein eindrucksvolles Erlebnis. Einschließlich der Landung, die frenetisch beklatscht wird. Beim Anflug sind wir schon etwas enttäuscht, daß sich die Insel so ganz karg zeigt. Fast wie zuvor schon Lanzarote, auf der man so gut wie gar kein Grün gesehen hat. Mit Ausnahme der vielen Plastikplanen, die offenbar Tomatenplantagen abdecken und auch noch den Rest der Landschaft verschandeln.

Obwohl wir relativ früh eingecheckt haben – unser Gepäck kommt mal wieder ganz am Ende. Fast als allerletztes. Aber immerhin – es kommt. Am Ausgang sollen wir uns nach einem Repräsentanten umsehen – finden wir aber nicht, erfahren dann aber, daß wir geNeckermannt würden. Auch wenn wir nicht darüber gebucht haben. Meine Abmeldung zum Bustransfer wird kommentarlos zur Kenntnis genommen, ein Strich auf einer Strichliste gemacht. Das war’s. Ob auf die Tour alle Touristen ins Hotel kommen, kann ich nicht beurteilen. Wenigstens ist’s nicht ganz aufreibend.

Wir haben uns ein Auto schon am Flughafen reserviert: Europcar ist um die Ecke und sie sind auch gewillt, mir irgendeine französische Weichlimousine zur Verfügung zu stellen, dann aber auch willig, meinem Wunsch nach einem etwas straffer gefederten Seat Rechnung zu tragen. So kommen wir zu einem weißen Cordoba, mit dem wunderschönen tennismäßigen Kennzeichen 6726 BCS. Ohne einleitendes GC, warum auch immer. Auf der Suche nach unserem Urlaubstöfftöff erreicht mich Kollege Hans, der mal grundsätzlich über meine Meinung zu einem Parlay-Demonstrator sprechen möchte – ich aber nicht, bin ja auch auf der Suche nach meinem Auto – und schließlich, nach Parlay-Beendigung sind wir irgendwo, nur nicht beim Auto. Muß wohl wo anders stehen – ist aber nicht tragisch, mit dem ganzen Gepäck...

Der BCS am anderen Ende des Terminals hat ein unglaubliches Fassungsvermögen, im Kofferraum. Wir hätten sicher die doppelte Menge mitnehmen können (wenn’s nur danach gegangen wäre), aber das hätte ja dann wohl unser BMW zuhause nicht mitgemacht. Er fährt auch, sogar Richtung Süden, zur Costa, wo wir dann unser Feriendomizil finden wollen.

Ist auch nicht allzu schwer zu finden: San Agustin ist ausgeschildert; Abfahrt von der GC1 auf die Küstenstraße, die entlang, bis das Hotel rechts an einem Hügel auftaucht. Ziemlich dominant für die Gegend (und das will was heißen). Wenigstens werden wir keine Anfahrtsprobleme haben. Den Eingang haben sie auf der anderen Seite versteckt, ein Stellplatz auf dem Parkplatz davor (eigentlich total unterdimensioniert – aber wahrscheinlich kommen nur wenige Gäste auf die Idee, für längere Zeit ein Auto zu mieten) schnell gefunden und ab geht’s, in die Ferien.