Japan
original vs gesichtslos: Hotels

Hotels

Da soll es ja die Schlafkabinenhotels geben, in die abends die Gäste in ein sargähnliches Gebilde schlüpfen / geschoben werden und sich dann wohl behütet fühlen dürfen. Da waren wir aber nicht drin.

Zunächst die typisch japanische Herberge - das Ryokan. Man schläft in einem ‚normalen' Haus, die Matratze auf der Reismatte und auch ansonsten recht einheimisch. Meist auch mit japanischem Bad, das eher der Kommunikation dient, keinesfalls aber der Reinigung. Wenn vorhanden, sicher empfehlenswert. Unsere Unterkunft im Kloster war ähnlich, und wir haben das nicht bereut. Außerdem hatte ich von einer früheren Reise her schon die Erfahrung eines Ryokan in Kyoto. Gerade in dieser historischen Stadt ist das ein Muß.

In Tokio hotelt man in irgendeinem der großen Kästen, die in der Gegend von Shinagawa rumstehen. Hoch, unpersönlich, unkomfortabel und - im besten Fall in den höheren Stockwerken - überhalb des Smog. Meine zwangsläufig bescheidenen Erfahrungen werden aber von anderen Kollegen durchaus bestätigt ... trotzdem: irgendwo muß der Mensch ja nächtigen.