Traininscamp Sardinien
März 2004

Saisonauftakt mal im Süden

Das mußte ich mir nun wirklich antun - eine Speedweek, um mich wieder auf Vordermann zu bringen, nach Verletzung und Krankheit im Winter. Mit den etwas gewöhnungsbedürftigen Ryan Airs gings dann von Frankfurt (?) Hahn (das liegt meines Erachtens kurz vor der Bretagne) Richtung Alghero, in Nord-Westen Sardiniens - und da erwartete uns neben Sebi, dem Veranstalter, auch noch der Frühling in einer traumhaften Umgebung.

Einige der Fotos habe ich auch schon mal reingestellt - auf die Folgeseite. Die große Masse ist bei Pixum (mit Bestellmöglichkeit für Prints) hinterlegt, wie auch die Fotos von Hanne (die dankenswerterweise auch sehr viel dokumentiert hat, als ich auf Rollen war...) und die Landschaften habe ich auf meiner Fotosite untergebracht.

Allgemeines

Veranstalter: experts-in-speed

Ablauf:

Jeder Tag beginnt vormittags mit einer Technik-Session, bei der in der Gruppe die technischen Probleme ausgemerzt werden (sollen) - wie z. B. Abdruck, … Dabei ist es ziemlich abhängig vom Teamer, wie gut er / sie die einzelnen unterstützt. In dem Jahr haben wir recht gute Erfahrungen gemacht. Eine individuelle Video-Analyse mit der Evaluierung der wichtigsten Fehler dient zur gezielten Verbesserung mit einem Teamer, der kurz die wichtigsten Tips zu den festgestellten Fehlern abgibt. In Summe - Technik sehr positiv.

Außerdem gibt's noch ein bis zwei Trainingseinheiten auf einer Bahn, gut für die Technik und das Windschattenfahren.

Nachmittags gibt's dann die Ausfahrten, Geschwindigkeit abhängig von der Gruppenstärke; Speed wird aber in jeder Gruppe gefahren. Die Ausfahrten sind alle machbar, aber für mich Flachländer schon sehr hügelig, was ich besonders am Anfang der Woche deutlich zu spüren bekam; mit einiger Gewöhnung wird's dann schon besser, aber eine ‚Bergziege' werde ich wohl nie werden (bergauf natürlich - bergab bin ich eher ein ‚Bergelefant', der dank Masse gut beschleunigt und sich nicht aus der Bahn bringen läßt). Am Donnerstag geht's dann noch einen Berg rauf - 5 km geballter Anstieg mit Traumblick am Ende.

Wirklich gute Teamer ermöglichen die Umsetzung des morgens Trainierten bei den Ausfahrten, ohne den Spaß am Speed zu vernachlässigen. Sollte nur geheizt werden, dann steht halt ein Gruppenwechsel an.

Der letzte Tag ist dann einer Ausfahrt von ca. 60 km nach Stintino zu einem der schönsten und farbigsten Strände vorbehalten - recht nett, tolle Umgebung und in der Gruppe völlig problemlos (wenn man die ganz extremen vernachlässigt, die da unbedingt zeigen wollen, was in ihnen steckt). Das war sogar mir mit meiner Nebenhöhlenvereiterung und unterdrücktem Fieber nicht zu viel.

Hotel:

Zweckmäßig; die vier Sterne sind wohl das Ergebnis der Addition des jeweils einzigen in jedem der 4 Häuser… Trotzdem: Sehr sauber, akzeptables Essen, kein Problem. Und: Espresso ist richtig billig (für mich besonders wichtig).

Kosten:

Mit ca. 650 € ist alles (!) bezahlt - einschließlich Essen, Tischgetränke, Ausfahrten, Transfers, …, persönliche Bilder-CD. Zusatz: 10 € für Video - wird nachgeschickt. Sebi macht wirklich alles, um hervorragend zu dokumentieren und absolut erstaunlich: Bei der Abreise um 5:00 (!) morgens hatte jeder Teilnehmer seine eigene CD schon in Händen. Da war eine richtige Nachtschicht nötig.

Flug und Anreise:

Ryan muß man mögen - oder man läßt's bleiben. Einige Änderungen auch komplexerer Art (Flugverlegung von nachmittags auf früh-morgens) werden halt durchgeführt und irgendwann den Reisenden lapidar per email mitgeteilt - wer will, kann ja abspringen; aber was will man schon für € 5 oder € 15 verlangen? Die Anfahrt nach Hahn ist miserabel und kostet Zeit. Alternativen nach Alghero sind nicht vorhanden und Olbia ist 2 Std entfernt. Außerdem geht damit ein halber Tag Training (heuriger Flugplan) verloren.

Kollegen:

Bei 85 Teilnehmern gibt es immer solche und solche … logisch. Ich habe einige sehr, sehr nette Menschen kennengelernt und einige, die mir nicht unbedingt am Herzen liegen. Überraschend für mich, daß viele Teams dabei waren, und relativ wenige 'Einzelkämpfer' wie ich. In Summe - alles Speeder, alles Verrückte, richtig passend!

Fazit:

Was Sebi da auf die Beine gestellt hat ist allererste Klasse. Teamer der Spitzenklasse (nahezu alle), bis auf marginale Kleinigkeiten eine vorzügliche Organisation. Nächstes Jahr ist schon vorgeplant!