Bayern Inline Cup 2004

eigenwilliger Anfang ...

Für den BIC hatte ich zunächst nicht gemeldet, da ich nur einige Rennen ganz nach Belieben fahren wollte. Die gesamte Serie ist schon etwas ‚time consuming', und das war mir einfach zu viel.

Nürnberg wollte ich eigentlich auf jeden Fall fahren - nur habe ich da einfach zu lange auf den Wetterbericht geschaut und geglaubt, daß es in Strömen gießen würde. Natürlich: zu Hause goß es wirklich in Strömen und in Nürnberg sind gute Zeiten geskatet worden. Tough luck. Und trau nie den web(tt)erberichten.

Unterschleißheim

Die Ruderregatta war dann natürlich ein Muß, insbesondere weil ich den Münchener 100er am Tag zuvor auch aus Wettergründen sausen ließ. Nach einigen Regen-/Zitterstunden erwies sich dann der Sonntag als wirklicher Sonnentag - toll zum Skaten.

Daß es dann mein kürzester 20er wurde, lag nicht an mir, sondern an einem unglaublich unfairen und unsportlichem Mitskater. Auf der ersten Geraden, nach ca. einem Kilometer, hatten sich gerade die ersten Züge gebildet, als wir in parallelen Zügen auf einen langsameren aufliefen. Platz gab's für den rechten Zug nicht, wohl aber nachdem der Volltrottel mir ganz bewußt in die Beine gefahren war. Bei dem Tempo gab's kein Halten mehr und kein Weiterfahren. Ich war zunächst noch ganz glücklich, daß keiner der Nachfolgenden in mich reingedüst ist und daß - anscheinend - nicht viel passiert ist.

Erste Diagnose vor Ort: Prellungen und Schürfungen am ganzen Körper, Ellbogen und besonders am Steiß.

Zweite Diagnose - 10 Tage später: Bei einer gründlichen Untersuchung wegen dauernder Schmerzen wurden 7 (!) Frakturen festgestellt, darunter der Bruch eines Brustwirbels, einer Rippe, des Steißbeins und diverser anderer Rückenknochen.

Ich wünsche ja niemandem wirklich Übles - aber diese Unsportlichkeit ist kaum zu übertreffen; es war klar, daß er den Unfall verursacht hat, daß es kein Zufall war und trotzdem hat er nicht mal angehalten. Was sind das für ‚Sportler'?

Ein Gutes hatte die Sache: Da nicht gleich richtig diagnostiziert wurde, mußte auch kein Sportverbot ausgesprochen werden … was wohl bei sofortiger Diagnose unumgänglich gewesen wäre. Somit hatte ich danach noch unglaubliches Glück, daß mir Krankenhausaufenthalt und Schlimmeres erspart geblieben sind.

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Marquartstein